gnade.
Ich habe diese Woche viel Zeit mit Ana verbracht. Sie leitet den Kindergarten des Literacy Programs. Ana war erst 19, als sie beschloss nach Medgidia zu gehen. Das war vor fuenfzehn Jahren. Seitdem faehrt sie mit den Kindern und Jugendlichen aus Alibaba zu Camps, schickt sie zur Schule, macht Hausbesuche bei den Muettern. Ein Grossteil ihrer Arbeit ist zu geben: Essen, Kleidung, Bildung, Liebe. Seit fuenfzehn Jahren.
Und dann passiert es trotzdem, dass sie bestohlen und belogen wird, von den Kindern, in die sie so viel investiert hat. Und trotzdem geht sie am naechsten Tag wieder nach Alibaba und laedt genau diese Kinder zum Programm ein und gibt ihnen zu Essen. Manchmal denke ich, die haben all das ueberhaupt nicht verdient. Und im Grunde haben sie das auch nicht. Aber was Ana tut, zeigt mir wieder, was Gnade wirklich bedeutet und wie wichtig Vergebung ist.
Es gilt nicht mehr “Auge um Auge und Zahn um Zahn” und es reicht nicht, seinen Naechsten zu lieben und seine Feinde zu hassen. Jesus hat uns ein anderes Beispiel gegeben. Und das ist es, was Ana den Kindern zeigen will.
Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr dafür wohl verdient? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr damit Besonderes? Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. (aus Matthaeus 5)




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leben. ohne stress und termine. ohne leistungsdruck und karriere. einfach mal die dinge tun, die ich schon lange vorhatte. warum das so ist und wie das geht kannst du nachlesen unter